Birankai

Ein Geschenk des Himmels

‚Dieser Text wurde auf der Innenseite des USAF Western Region Kalender im Jahre 2001 abgedruckt.’

Im französischen Sommercamp in Mejannes-le-Clap 1997, fragte mich ein französischer Trainer, einem internationalen Aikido Verband, dessen Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr rapide anstieg, einen Namen zu geben. Die Gemeinschaft war ganz natürlich entstanden und hatte sich zu einer internationalen Familie mit einem starken und unverwechselbaren Charakter entwickelt, der durch einen Austausch von Trainern aus USAF Western Region, British Aikikai und verschiedenen französischen Dojos und deren Mitgliedern aus Griechenland, der Schweiz und Deutschland entstanden war.

Dieser Gemeinschaft einen Namen zu geben war unter anderem wegen der europäischen politischen Situation nötig, die eine strenge Organisationskontrolle in Aikido Kreisen auferlegt. Diese beinhaltet eine Regierungskontrolle, welche die freie und offene Entwicklung der Lehrer-Schüler Beziehung stört und im Aikido von absoluter Wichtigkeit ist. Deshalb haben viele besorgte Mitglieder nach neuen Wegen gesucht, um den momentanen Zustand der Verwirrung und des Unglücks hinter sich zu lassen. Sie suchen nach einem Identitätsgefühl in ihrer Aikido Welt.

Nach zwei Jahren sorgfältigem Überlegens habe ich mich für den Namen Birankai entschieden. Biran ist ein buddhistischer Ausdruck und bedeutet kosmischer Sturm,  der kurz vor einer Veränderung der kosmischen Ordnung auftritt. Er ist eine Regenerierungsgewalt die spontan auftritt, um Ordnung wiederherzustellen. Der Sturm kann heftig und zerstörerisch sein, aber gleizeitig bringt er auch heilsame Sanierung und Reinigung. Im Januar 2000 entschied ich mich, Birankai offiziell zu gründen und das Millenium und das Jahr des Drachen zu nutzen. Im Sommercamp in San Diego, Juni 2000,  ernannte ich Dr. Rillo Varjan zum ersten Vorsitzenden der Birankai Familie.



Die von drei Mustern umringte Schale, die hier gezeigt wird, erfüllt vollständig meine Vision von Biran. In der Mitte erhebt sich eine mächtige Spirale vor einem mysteriösen, dreifarbigen Hintergrund bestehend aus weiss, dunkelgrün und blau. Das zweite Muster (wie mit einem Messer oder einer Spachtel geformt) umringt die Mitte mit braunen Blütenblättern, mit blauen und grünen Punkten, wie eine Aura, die die Energie der zentralen Spirale weiterleitet. Das Muster erinnert mich an die Wirkung von Amida yasuri (Buddahs Aura), die oft in der Arbeit von japanischer Tsuba ausgestrahlt wird. Die hellbraune Basis vermischt sich wieder mit diesen drei Farben und wirkt wie ein sich ausbreitender Fleck. Im Grossen und Ganzen ergeben diese kräftigen und rauchigen  Muster ohne auffällige Glasurarbeiten einen wunderschönen mysteriösen Effekt. Die Kontur der Schale erhebt sich stufenweise vom äusseren Rand im 40 Grad Winkel, dies wirkt gleichzeitg gleichzeitig wie eine Ausdehnung und Kontraktion, oder wie Zentripedal- und Zentrifugalkräfte.

Ich bin mir nicht sicher, was die Herkunft der Schale betrifft, aber es scheint japanische Bizen oder Tamba Töpferei zu sein. Ich fand sie in einem Haufen Müll in meiner Garage im Sommer 1999, ungefähr zur selben Zeit als ich den Namen Biran wählte. Zuerst dachte ich sie kam zufällig genau zum richtigen Zeitpunk. Später fand ich heraus, dass meine Frau sie auf einer Mülltonne in der Nachbarschaft gefunden hatte. Dies war sicherlich ein Geschenk des Himmels, mit einem Segen für Birankai.

T.K. Chiba, Gründer von Birankai