Trainingsregeln

Gerade im Aikido, das sich von anderen Kampfsportarten durch das Fehlen eines Wettkampfes unterscheidet, gewinnen die Riten eine entscheidende Bedeutung. Die Riten und die Etikette tragen dazu bei, dem einzelnen die Achtung vor sich selbst und vor anderen einzuprägen. Meister Morihei Ueshiba schrieb folgende Richtlinien auf, die beim Aikido-Training zu beachten sind.

  1. Beim Aikido wird mit einem einzigen Schlag über Leben und Tod entschieden. Also müssen die Schüler genau befolgen, was der Lehrer unterrichtet und nicht miteinander konkurrieren, um festzustellen wer der Stärkste ist
  2. Aikido ist der Weg, der lehrt, wie man mit mehreren Gegnern fertig wird. Die Schüler müssen ihre Wachsamkeit nicht nur nach vorn, sondern nach allen Seiten und auch nach hinten schulen.
  3. Das Training sollte immer in einer fröhlichen Atmosphäre stattfinden.
  4. Der Lehrer unterrichtet nur einen kleinen Aspekt der Kampfkunst. Ihre vielseitigen Anwendungsformen müssen von jedem Schüler durch unablässiges Üben und Trainieren selbst entdeckt werden.
  5. Beim täglichen Üben fangt zuerst mit leichten Körperbewegungen an und geht dann dazu über, intensiver zu arbeiten. Erzwingt nichts auf unnatürliche oder unvernünftige Art und Weise. Wenn diese Regel befolgt wird, werden sich selbst ältere Leute nicht verletzen, und sie können in einer angenehmen und freudigen Atmosphäre trainieren.
  6. Der Sinn des Aikido besteht darin, Körper und Geist zu trainieren und aufrichtige Menschen hervorzubringen. Da alle Techniken von Person zu Person weitervermittelt werden sollten, zeigt sie nicht wahllos irgend jemanden, denn dies könnte dazu führen, dass sie von Schurken angewandt werden.